Profil und Perspektiven der beruflichen Bildung an Volkshochschulen

Das war der Titel der Bundesfachbereichskonferenz Berufliche Weiterbildung, die am 20./21. Juni 2017 in Leipzig stattfand und mit 120 Teilnehmenden sehr gut besucht war.

Qualifikationsanforderungen durch Arbeit 4.0

„Die berufliche Weiterbildung wird sich auf einen durch die Digitalisierung verursachten, veränderten Qualifikationsbedarf einstellen müssen, “ so lautete das Eingangsstatement von Dr. Gert Zinke vom Bundesinstitut für Berufsbildung in seinem Workshop „Digitalisierung der Arbeit 4.0“. Seiner Ansicht nach benötigt der Mensch 2.0 vor allem soft skills, er sollte „Lernen lernen“ und über Problemlösungsstrategien verfügen. Volkshochschule kann dabei unterstützen.

Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten

Zukünftige Arbeitsanforderungen im Rahmen der Digitalisierung stellte ein Schwerpunkt der Bundesfachkonferenz dar, der in verschiedenen Formaten intensiv diskutiert wurde. Zum Thema  Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten wurde das Projekt „Integriertes Fach- und Sprachenlernen“ des IQ-Netzwerkes Sachsen vorgestellt. Hier werden Fachlehrende unterschiedlicher Berufsgruppen und freiberufliche Trainer/innen gemeinsam qualifiziert.

Bildung 2030 und die Professionalisierung als „Berufler“

Im Workshop „Professionalität durch Professionalisierung“  benannte Prof. Dr. Julia Schütz, Universität Hamburg, zwölf Themenfelder aus einem Gutachten Bildung 2030 – Veränderte Welt. Fragen an die Bildungspolitik des Aktionsrats Bildung, die für das Bildungssystem der Zukunft von zentraler Bedeutung sind. Anhand der Diskussion zur Frage „Was kann ich/will ich durch konkretes Handeln in meinem Arbeitsbereich tun?“  wurde deutlich, dass eine Strategiediskussion und organisationale Veränderungen in der Vhs-Landschaft dringend notwendig erscheinen, um berufliche Bildung an Volkshochschulen zukunftsfähig zu gestalten. Auch in den Foren, während des barcamps und in den Podiumsdiskussionen tauchte immer wieder die Frage auf, ob neben dem klassischen Kursprogramm neue Geschäftsfelder und die Berufliche Bildung als Querschnittsbereich mit einer neuen Organisation von Volkshochschule entstehen sollten. Hier wäre sicher als erster Schritt ein offener Dialog zwischen vhs-Leitungsebene, „Beruflern“ und weiteren vhs-Kolleg/innen sinnvoll, um innovative Angebotsstrukturen voranzubringen.

 



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