vhs der Bildungspartner Main-Kinzig - Inklusion an hessischen vhs

Förderzeitraum: 01.01.2021-31.12.2022

Verbundprojekt der vhs der Bildungspartner Main-Kinzig, vhs Frankfurt, vhs Landkreis Gießen

In einem erweiterten Verständnis besagt Inklusion gemäß Art. 3 der Salamanca-Erklärung der UNESCO (1994), dass Zugänge zu Bildungs- und Beteiligungschancen in allen gesellschaftlichen Teilbereichen unabhängig von der familiären Herkunft oder physischen, intellektuellen, sozialen, emotionalen oder sprachlichen Fähigkeiten gewährleistet werden sollen. Die am Projekt beteiligten Partnerinnen folgen grundsätzlich dem hier skizzierten erweiterten Verständnis von Inklusion, das Menschen zunächst nicht in verschiedene Zielgruppen unterteilt, sondern unterschiedliche Bedürfnisse aufgreift. Durch diese Bedürfnisorientierung wird Inklusion nicht beliebig, sondern ermöglicht ein Eingehen auf die Vielfalt von Ausgangslagen. Wir möchten, dass die vhs als Bildungs- und Lernort wahrgenommen wird, der dem Anspruch gerecht wird, auf verschiedenste Bedürfnisse einzugehen.
Aus diesem Inklusionsverständnis folgt, dass eine erfolgreiche Implementierung von Inklusion notwendigerweise Kulturen, Strukturen und Praktiken bzw. Angebote der vhs betrifft. Für die konkrete Ausgestaltung dieser drei Ebenen an Volkshochschulen in Hessen gibt es unterschiedliche Ansätze, die sich zugleich nach den konkreten Rahmenbedingungen vor Ort richten sollten.
Als Verbund organisiert das Projekt thematische und (fach-) öffentliche Fachtage und stimmt die Ergebnisse der Arbeit in regelmäßigen Steuerungsgruppentreffen ab.

Bei der vhs der Bildungspartner Main-Kinzig werden im Förderzeitraum drei Teilprojekte verfolgt:
  • Inklusive Entwicklung von Angeboten der historisch-politischen Bildung für Menschen mit Behinderungen auf Basis der barrierearmen „Lernstation Kriegsgräberstätte“ im Bildungshaus Main-Kinzig
  • Weiterentwicklung, Erprobung und Etablierung einer modularen Weiterbildung zur inklusiven Lernkultur, u. a. im Hinblick auf Onlinelernen
  • Weiterentwicklung des „Zentrums für inklusive Lernkultur“ durch Ausbau der thematischen Wissensplattform (https://inklusivelernkultur.de/) mit Community und Blog zusammen mit Partnern
Ansprechpartner: Alexander Wicker, Telefon: 06051-91679-12, alexander.wicker@bildungspartner-mk.de 

Die vhs Frankfurt am Main möchte ein Ort sein, an dem Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich lebenslang lernen können. Dazu gehören einerseits Angebote die speziell für Menschen mit Behinderung konzipiert sind und andererseits Angebote, die sich an eine Vielfalt der Teilnehmenden anpassen, die also inklusiv sind und in denen Vielfalt normal ist.

An der vhs Frankfurt steht der Teilprojektname „Kurs auf Inklusion“ für die folgenden Ziele: 

  • Entwicklung und Erprobung von neuen Kursangeboten für Menschen mit und ohne Behinderung
  • Verbesserung des Zugangs zum bestehenden Angebot der Volkshochschule und Gewinnung neuer Adressat/-innen als Teilnehmende
  • Begleitung des Prozesses hin zur „inklusiven Volkshochschule“ in der großstädtischen Einrichtung durch Fortbildungsangebote und eine fach- und funktionsbereichsübergreifende Arbeitsgruppe

Weitere Infos unter: https://vhs.frankfurt.de/de/kursaufinklusion

Ansprechpartnerin: Dr. Barbara Dietsche, Telefon: 069-212-30606, barbara.dietsche.vhs@stadt-frankfurt.de 


Projektziele im Teilprojekt „Weiterentwicklung inklusiver und barrierefreier Bildungsangebote und Wissenstransfer“ der vhs Landkreis Gießen:

  • Weiterentwicklung, Konzeption, Planung, Begleitung bei der Umsetzung und Evaluation wohnortnaher, inklusiver Lernangebote und Serviceleistungen (z.B. Beratung, Prüfungen) in allen Programmbereichen für die Zielgruppen von Menschen mit angeborenen Behinderungen und Menschen mit erworbenen Behinderungen 
  • Wissenstransfer ermöglichen durch die Beratung „Inklusive und barrierefreie Bildungsangebote planen, bewerben und durchführen“ insbesondere für andere Volkshochschulen
  • Umsetzung partizipativer Formen der Bedarfserschließung 
  • Akquise, fachliche und didaktische Begleitung von Lehrkräften, Beratung und Fortbildung bzw. Fortbildungsplanung 
  • Aufbau und Pflege interner u. externer Kooperationen und Netzwerke mit Einrichtungen der Behindertenhilfe, Selbsthilfeorganisationen und weiteren Bildungsträgern 
  • Umsetzung einer zielgruppenspezifischen Öffentlichkeitsarbeit 
Ansprechpartner: Eric Mootz, Tel. 0641/ 9390-5702, E-Mail eric.mootz@lkgi.de





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