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vhsbarcamp 2016 in Hamburg

Digitale Welten in analogen Räumen auf einer sogenannten "Unkonferenz" zu thematisieren, diskutieren und weiterzuentwickeln, zeichnet das Format vhs-barcamps aus.

Teilnehmer als "Teilgeber"

Nunmehr zum dritten Mal veranstaltete die vhs-community der Erweiterten Lernwelten (ELW) dieses Konferenzformat, bei dem es keine geladenen Referierenden, Keynotespeaker oder Workshopleitenden gibt, sondern nur Teilnehmende und "Teilgebende". Alle sind aufgefordert, als Themenstiftende, Diskutierende und Dokumentierende aktiv zu sein. Highlights, Momentaufnahmen und Ergebnisse werden in Echtzeit über diverse Socialmedia-Kanäle  verbreitet und auch die Webcommunity der nicht vor Ort Anwesenden, beteiligt sich intensiv an den Diskussionen.

Es mutet schon erstaunlich an, dass so an zwei Tagen bei ca. 100 Angemeldeten 50 sogenannte Sessions oder Workshops zu allen Themen der sich verändernden vhs-Welt zustande kamen. Zumal keine Inhalte vorher feststanden oder bekannt waren. Natürlich dürfen die großartige Vorbereitung der Infrastruktur und des Settings nicht vergessen werden.

Ohne diese Voraussetzungen, sowie funktionierende Technik und viele koordinierende Kolleg/-innen der vhs, ist ein derartiges Format nicht erfolgreich zu realisieren. Wenn dann wie bei der vhs Hamburg noch eine historisch geprägte, ästhetisch anregende und authentische Örtlichkeit wie das vhs-Haus in Hamburg-Othmarschen dazu kommt, steht der Tagungsfreude und Lernlust nichts mehr im Wege. 

Vielfalt vhs

Das bearbeitete Themenspektrum reichte von übergreifenden Megathemen wie Refugees, Disruption vhs, Masterplan ELW oder vhs-Identität über organisatorisch strategische Fragen der Räume, des Marketings und der Vernetzung der vhs-Bereiche bis zu konkreten Formen wie Webinaren im Unterricht, Snapchat, Twitter und online-Schreibwerkstätten. Dieses Themenspektrum spiegelt nicht nur die Dynamik und Vielfalt der vhs-Welt wider, sondern zeigt auch das hohe Maß an Kompetenz und Lernbereitschaft der Beteiligten bei einem solch offenen Format.

Gleichzeitig ist es aber auch eine Analogie zur Entwicklung der Volkshochschule als Bildungsanbieter: Die Digitalisierung wird die Realitäten und Formate vor Ort verändern. Bei intelligenter Weiterentwicklung und Anpassung werden der persönliche Kontakt und die Präsenz aber nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt.

Kombination und Kompromissbereitschaft

Es geht also nicht um Digital oder Präsenz, nicht um traditionell oder zukunftsorientiert, sondern um sowohl als auch. Wenn dies als Botschaft und Erleben bei allen Beteiligten ankommt, ist eines der Hauptanliegen der Initiatoren von ELW erreicht.  Beim gemeinsamen Abendevent wurde mit der vhs Kaiserslautern der Veranstaltungsort des vhs-barcamps17 gefunden, zu dem alle Interessierten schon jetzt herzlich eingeladen sind.

Die Tagungsinfos und Links gibt es unter: https://vhscamp.wordpress.com